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Der Zwerg, die Elfe und zwei Menschen…
sehr geistreicher Titel, ich weiß…
Jedenfalls möchte ich mit diesem Post auf die neue Seite hinweisen „RPG – Shadowrun“ dort werde ich vorläufig unseren derzeitigen Run veröffentlichen. Zu gegebener Zeit werde ich diesen Teil dauerhaft auf meine HP verlegen, ähnlich werde ich mit meinem „Roman“ ‘Lehrling der Elemente’ verfahren. Dann muss man sich nicht die einzelnen Teile zusammensuchen oder so
Gruß
Euer Schreibsushi
Lehrling der Elemente
Es war ein warmer Sommer morgen als das kleine Dorf am Rande des Schneegipfels erwachte. Die Bauern trieben ihr Vieh auf die nahen Weiden unweit eines Sees. Die Frauen hingegen wuschen Kleidung oder gingen in den Wald um nach Früchten und Pilzen zu suchen.
Auf einem Hügel inmitten des Dorfes befand sich ein den Gottheiten der vier Elemente geweihten Tempel: Dem Gott des Feuers Flammar, der Göttin des Wassers Aquosia, dem Gott der Lüfte Aureo und der Göttin der Erde Terrena. Jede Gottheit hatte seinen eigenen Flügel in dem aus Marmorstein errichteten Gebäude. Es gab vier Priester die sich jeweils einem der Götter als Diener verschrieben hatten. Jeder von ihnen hatte einige Novizen als Lehrlinge. Trotz dieses mächtigen Bauwerks lebten die Bewohner des Tempels wie die Dorfbewohner in bescheidenen Verhältnissen. Außer einem kleinen Teil der Ernte aus dem Dorf, welchen die Priester als Gegenleistung für Heilkunde und Unterricht für die Kinder erhielten, forderten die Geistlichen nichts. Oberhaupt des Tempels war der Abt Dominicus. Er war ein gütiger, alter Mann der sich im Dorf großer Beliebtheit erfreute, obwohl seine Herkunft ein Geheimnis blieb. Selbst die Priester des Tempels wissen nichts von seiner Vergangenheit vor seinem Dienst für die vier Götter. Sie berichteten dass er sich oft für Tage und Wochen für unbekannte Studien in seiner Kammer einschloss welche ohnehin niemals betreten werden dürfte.
Doch seit einiger Tagen war Unruhe in das Dorf eingekehrt. Die Bewohner berichteten den Mönchen von ungewöhnlichen Geschehnissen. Von Holzscheiten die plötzlich Feuer fingen, schwer erkrankten Tieren die am nächsten Tag wieder völlig genesen waren, kleine Stürme die Teile eines Daches abgedeckt hatten und von Erdlöchern die aus dem nichts auftauchten um die Wagen der Bauern auf den Wegen feststecken ließen. Bei jedem dieser Vorfälle war ein Junge in der Nähe, der seit einigen Jahren im Dorf lebte und seitdem gemieden wurde. Er war mit fünf Jahren in der Nähe des Dorfes gefunden worden, völlig entkräftet und ohne Erinnerung daran wie er dorthin kam oder was geschehen war. Mittlerweile hatte der Junge sein zwölftes Lebensjahr erreicht. Was die Vorfälle anging wussten die Mönche nicht was sie dagegen tun sollten, hielten es für Zeichen der Götter. Sie wollten Dominicus um Rat fragen doch dieser befand sich zu dieser Zeit wieder einmal in seiner Kammer um seinen geheimnisvollen Tätigkeiten nachzugehen. Keiner der Geistlichen hatte sich jemals getraut ihn zu stören, denn auch wenn er sehr gütig war so war er auch sehr streng was seine Anordnungen angeht: „Wenn ich in meinen Gemächern bin möchte ich unter keinen Umständen gestört werden. Und betretet niemals meine Gemächer, sonst könnte euch schreckliches Widerfahren.“
Naron bemerkte die plötzliche Abneigung der Dorfbewohner gegen ihn. Und er war verwirrt. Er wusste das die seltsamen Ereignisse irgendetwas mit ihm zu tun haben mussten, doch dadurch dass ihm alle aus dem Weg gingen sprach er nicht darüber. Wenn er Abends vom Spielen nach Hause kam und ihm kalt war entflammte irgendwo in der Nähe ein Stück Holz. Oder die Tiere, die krank erschienen waren am nächsten Morgen wieder kerngesund, wenn er am Abend davor bei Ihnen war. Er verstand das alles nicht und er war traurig, dass alle ihn deswegen mieden. Selbst seine Freunde gingen ihm aus dem Weg.
Garun, der Ziehvater Naron’s, war gerade dabei das Frühstück zuzubereiten als Naron schlaftrunken aus seinem Schlaflager gekrochen kam. Garun kümmerte sich seit seiner Ankunft im Dorf um ihn und die Vorfälle hatten bisher nichts daran geändert. Er war der einzige, dem er Vertrauen konnte. Er beschloss mit ihm darüber zu reden…
Garun?…“ sagte Naron als Garun ihm die Schüssel mit Brot reichte.
Ja, Naron?“ antwortete er freundlich.
Garun, die Menschen… meine Freunde… alle im Dorf reden kaum noch mit mir.“ Naron blickte betreten auf seine Schüssel ohne den Inhalt anzurühren. „Ja…“ sagte Garun, „…ich weiß. Die seltsamen Dinge, die im Dorf passieren bringen alle mit dir in Verbindung da du jedes Mal in der Nähe warst. Du bist ihnen unheimlich geworden. Ich kann sie verstehen, ich würde vermutlich nicht anders reagieren. Aber ich habe dich nun sieben Jahre bei mir. Da meine Frau durch einen Unfall im Wald ums Leben kam…“ Garun musste sich unterbrechen und tief durchatmen. Abgesehen davon wusste Naron was geschehen war. Dann erzählte er weiter: „ Du bist mir sehr ans Herz gewachsen. Dein Erscheinen hat mir einen neuen Lebenssinn gegeben, nachdem ich so lange getrauert habe. Deshalb liebe ich dich als wärest du mein eigener Sohn.“
Ich danke dir.“ sagte Naron mit Tränen in den Augen.
Was dein Problem angeht Naron… du hast mir ja bereits von deinem Gefühl erzählt, mit den Geschehnissen etwas zu tun zu haben. Sobald Dominicus aus seiner Zurückgezogenheit zurückkehrt, sprich mit ihm. Er ist ein weiser Mann und kann dir sicher helfen. Ich habe da auch schon so eine Vermutung…“ Den letzten Satz sprach er mehr zu sich als zu Naron. Gerade als dieser Nachfragen wollte sprach Garun: „Aber jetzt geh in den Tempel zur Lehrstunde. Aus dir soll mal ein Gelehrter werden, nicht so etwas wie ich es bin.“ sagte er lachend. Sie beendeten das Frühstück und räumten den Tisch ab. Dann tat Naron wie ihm gesagt wurde und machte sich auf den Weg zum Tempel.
Im Tempel angekommen setzte sich Naron auf seinen Platz im Unterrichtssaal in dem die täglichen Lehrstunden bei dem Priester des Wassers begannen und hörte eher mit halbem Ohr zu. Seine Gedanken drehten sich um die Dinge die sich mit ihm abspielten. Er spürte dass seltsame Mächte ihn durchflossen. Und während er so drüber nachdachte, fühlte er sich plötzlich unwohl. Seine Muskeln verkrampften sich. Die Stimme des Lehrers schien in weite Ferne zu rücken. Plötzlich bebte die Erde und es bohrten sich Gesteinsspitzen aus der Erde. Die anderen Schüler gerieten in Panik und flüchteten aus dem Tempel, der Priester versuchte die Kinder mit seiner Wassermagie zu schützen und zerstörte im Weg stehendes Gestein mit Wasserscheiben die schärfer waren als jedes Schwert. Als er zurücksah, erblickte er Naron, der sich in einem Kreis aus Stalagmiten befand, wie er bewusstlos zusammensackte. In diesem Moment hörte das Beben auf.
Zögernd kehrte der Priester wieder zurück. Den Kindern hatte er befohlen vor den Toren des Tempels zu warten. Mittlerweile waren die Priester der anderen Elemente aus ihren Gemächern gekommen um zu sehen was vor sich ging. Sie versammelten sich um den Steinkreis, in dem Naron bewusstlos eingeschlossen war. Fassungslos blickten sie sich gegenseitig in die Gesichter. „Was war das?“ murmelte einer. Die anderen zuckten sprachlos mit den Schultern. Plötzlich hörten sie Schritte. „Der Abt!“ rief jemand. Und im nächsten Augenblick kam die beeindruckend wirkende Gestalt des Abtes Dominicus um die Ecke und betrachtete mit schreckgeweiteten Augen den Lehrsaal…
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