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Lehrling der Elemente II

Dominicus trat langsam auf den Steinkreis zu, in dem Naron bewusstlos lag. Er musterte den Saal, der durch die Felsspitzen, die aus dem Boden ragten, einen chaotischen Anblick bot. Überall lagen umgestürzte Tische und Bänke, Bücher und Pergamente herum. Sein Schrecken legte sich und der setzte eine ruhige Miene auf als er sich an den Priester und die Schüler wandte.

Geht!“ befahl er mit mächtiger Stimme. „Und schließt alle Türen zum Lehrsaal.“

Mit verständnisloser Miene, aber ohne jeden Widerspruch, tat der Priester des Wassers wie ihm geheißen. Noch nie hatte es jemand gewagt die Autorität und die Wünsche des Abtes in Frage zu stellen. So scheuchte er die Kinder aus dem Lehrsaal und schloss die Türen.

Dominicus versicherte sich noch einmal dass die Türen verschlossen waren. Er verstand die Reaktion des Priesters: Statt mit helfender Hand auf den Jungen hin zu eilen, ließ er den Saal räumen. „Aber du weißt nicht welches Zeichen uns damit gegeben ist.“ murmelte er leise vor sich hin als er vor dem Steinkreis stand. Nachdenklich betrachtete er den Jungen darin. Dann schloss er die Augen und konzentrierte sich. Wieder einmal begann die Erde zu beben, erst langsam dann immer heftiger. Die Felsen die zuvor mit atemberaubender Geschwindigkeit aus der Erde geschossen waren, zogen sich langsam wieder zurück. Einige Möbelstücke hüpften und polterten umher und wenige Augenblicke später war der Saal wiederhergestellt. Bis auf die Gegenstände die durch den Vorfall herumlagen und die zerstörten Tische zeugte nichts von Narons magischem Ausbruch. Der alte Abt sah sich noch einmal um, gerade so als ob er befürchtete beobachtet zu werden. Dann bewegten sich seine Lippen und formten einen kurzen, monotonen Singsang. Kurz darauf wurde Naron von einem weißen Schimmern umfasst. Plötzlich verschwand er.

Dominicus ging wieder jenen Weg zurück auf welchem er den Lehrsaal betreten hatte und eilte auf die Tür zu, welche den Eingang in seine Gemächer darstellte. Nach seinem Eintreten verschloss er sie. Seine Schritte führten in dann in sein Schlafgemach in welchem Naron auf einem Bett ruhte. Um ihn vor weiteren Neugierigen blicken zu verbergen brachte er ihn mit einem Teleportzauber dort hin. Das Alter hinderte ihn daran schwere Dinge zu heben. Auch wenn der Junge einen schmächtigen Körperbau hatte zählte er für den Abt zu „schweren“ Dingen. Er setzte sich an das Bett, erhob die flache Hand um mit einem kurzen Spruch ein feuchtes Tuch erscheinen zu lassen, welches er auf die schweißüberströmte Stirn des Jungen legte. Unkontrollierte magische Ausbrüche können sehr an den körperlichen Kräften zehren, das wusste der alte Abt…